Blog der Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst
Öffentlich, seit 2009-09-02 12:32:41 eröffnet von Gabriele Heinisch-Hosek
Letzte Änderung: 2009-09-03 17:10:29
Gabriele Heinisch-Hosek schreibt am 2010-04-23 16:22:16
Gabriele Heinisch-Hosek schreibt am 2010-04-23 10:29:06
Diskurs-Workshop mit Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek zu frauen- und familienpolitischen Zukunftsfragen
Wann: Freitag, 30. April 2010, 15.00-18.00 Uhr
Wo: Renner-Institut, Europasaal
Eingang: Gartenhotel Altmannsdorf - Hotel 2, Hoffingergasse 33, 1120 Wien (erreichbar mit U6, Station "Am Schöpfwerk")
„Wie das Leben von Frauen in Österreich 2020 aussehen soll, ist eine der wichtigsten Fragen, die sich die Politik in den kommenden Jahren stellen muss. Es geht vor allem um die eigenständige Absicherung von Frauen und den Abbau von Rollenklischees. Die Frage, wie das Leben von Familien in Österreich 2020 gestaltet sein soll, steht im Mittelpunkt des zweiten Themenfeldes. Konkret: Wie sieht das Zusammenleben zwischen Frauen und Männern, innerhalb der Familie und den neuen Familienformen sowie zwischen Mädchen und Burschen aus.“(Gabriele Heinisch-Hosek)
Im Rahmen des Diskurs-Workshops mit Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek werden Thesen zu frauen- und familienpolitischen Zukunftsfragen diskutiert. Die Ergebnisse fließen in die Erarbeitung eines Grundsatzpapiers ein, das die Grundlage für die weiterführenden, vertiefenden Diskussionen der Themenfelder Frauen und Familie bildet.
Die Initiative „Österreich 2020. Neue Aufgaben. Neue Antworten. Neue Allianzen.“ wurde von SPÖ-Vorsitzenden Werner Faymann ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Herausforderungen der Zukunft zu antizipieren und im Dialog sozialdemokratische Antworten zu entwickeln.
Begrüßung
GABRIELE HEINISCH-HOSEK, Bundesministerin für Frauen und Öffentlichen Dienst
Diskurs
Vorstellung der Thesenpapiere zu den Themen Frauen und Familie
SYBILLE PIRKLBAUER, Arbeiterkammer Wien, Abteilung Frauen und Familie
Diskussion in Kleingruppen und Zusammenfassung der Ergebnisse
Moderation
DAGMAR STRANZINGER, Frauenbeauftragte der Stadt Salzburg
Im Anschluss Möglichkeit zum Gespräch bei einem kleinen Imbiss
Sehr gerne übermitteln wir Ihnen vorab die Thesenpapiere zu den Themen Frauen und Familie (kuehbauer@renner-institut.at).
Um Anmeldung wird gebeten
Renner-Institut
Johanna Kühbauer
T 01-804 65 01-43
kuehbauer@renner-institut.at
Gabriele Heinisch-Hosek schreibt am 2010-04-22 18:39:37

Heute fand wieder einmal der Girls Day statt. Schon ganz in der Früh um 8.30 Uhr konnte ich daher rund 70 Mädchen im Bundeskanzleramt begrüßen, die sich über atypische Berufe informieren wollten. Danach gings unter dem Motto „Anker lichten“ gemeinsam mit Verkehrsministerin Doris Bures weiter zum Twin City Liner, wo sich Mädchen über den Beruf der Kapitänin, von MatrosInnen, Steuerleuten und Maschinistinnen informieren konnten. Und schlussendlich war ich noch mit der Wiener Frauenstadträtin Sandra Frauenberger beim Kraftwerk Freudenau, wo Mädchen ihre technischen Fähigkeiten beim Hämmern, Biegen und Löten unter Beweis stellen konnten.
Bei all diesen Terminen war die Message klar – und ich möchte sie hier noch einmal eindringlich wiederholen: Es gibt so viel mehr Berufe als Sekretärin, Friseurin und Verkäuferin. Mädchen sollen wählerisch und selbstbewusst sein und ihre Möglichkeiten nutzen.
Hier noch ein paar Zahlen, warum der Girls Day so wichtig ist:














Gabriele Heinisch-Hosek schreibt am 2010-04-21 06:40:50
Im gestrigen Ministerrat wurde der Bundesfinanzrahmenplan bis ins Jahr 2014 – also eine Vorschau für die nächsten Jahre - beschlossen. Neben den Punkten, die meinen Bereich betreffen – sprich die 2.900 Personalplanstellen, die der öffentliche Dienst bis 2014 einspart (Infos hier: http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100420_OTS0150/heinisch-hosek-oeffentlicher-dienst-spart-2900-planstellen-ein )- wurde der Rahmen fixiert, in dem sich die Budgetkonsolidierung der nächsten Jahre abspielen wird.
Zentral ist aber hier vor allem das Budget für das Jahr 2011. Dieses wird bis in den heurigen Herbst verhandelt.Und dafür gibt es auch bereits sehr vernünftige und konkrete Vorschläge der SPÖ. Diese zielen darauf ab, nicht die breite Masse der ÖsterreicherInnen sondern diejenigen zu treffen, die diese Wirtschaftskrise verursacht haben. Also zum Beispiel Banken und SpekulantInnen. Beispiele dafür wären etwa die Bankenabgabe, die Börsenumsatzsteuer, das Schließen von Steuerschlupflöchern bei Aktienspekulation, Stiftungen und Multinationalen Konzernen usw. Diese Maßnahmen sind sozial gerecht. Und ich kann garantieren: Wir SozialdemokratInnen werden bei unserem Koalitionspartner massiv für deren Umsetzung werben.
Gabriele Heinisch-Hosek schreibt am 2010-04-16 21:11:17
Statuten, das sind Regelwerke, die definieren wie die Mitglieder von Parteien zusammenarbeiten. Also das oberste Parteigesetz, an das sich alle Parteimitglieder halten müssen. Bei den Regeln in meiner Partei wird sich in Zukunft einiges ändern - davon bin ich überzeugt. Denn die vor 17 Jahren eingeführte 40%ige Frauenquote lässt deutliche Schlupflöcher offen. Das wollen wir jetzt ändern. Denn noch immer sind noch keine 40% Frauen in allen Ebenen verankert.
Bisher war die Gleichstellung von Frauen und Männern in meiner Partei ein Freigegenstand. Jetzt soll es endlich ein Pflichtfach werden. Nach reiflicher Überlegung und Abwägen von verschiedenen Möglichkeiten haben wir uns dafür entschieden, dass wir zukünftig ein verpflichtendes Reißverschlusssystem bei der Listenerstellung einführen möchten. Das bedeutet, dass hinter einem Mann auf den nächsten Platz eine Frau gereiht werden muss und umgekehrt. So haben wir es heute im Vorstand der SPÖ-Frauen beschlossen. Das ist aus meiner Sicht eine wasserdichte Lösung um die Schlupflöcher zu stopfen. Und damit die Quote vom Freigegenstand zum Pflichtgegenstand wird, sollen - wenn jemand aus einem Mandat ausscheidet - so lange Frauen nachrücken, bis die Quote erreicht ist.
Darüber hinaus verpflichten wir SPÖ-Frauen uns dazu, dass wir in die Erstellung aller KandidatInnenlisten für Wahlen verpflichtend mitbestimmen. Das heißt, wir werden dafür sorgen, dass genügend Frauen zur Verfügung stehen. Und bei jedem Parteitag wird durch einen Quotenbericht deutlich werden, wie es in den jeweiligen Ebenen um den Frauenanteil auf den Listen und Mandaten steht. Und dazu müssen außerdem Maßnahmen präsentiert werden, wie Frauen gefördert und die 40%-Quote hergestellt werden kann.
Ich bin überzeugt davon, dass diese „Gesetzes“änderungen in der SPÖ eine echte Revolution auslösen können. Besonders der Reißverschluss wird dafür sorgen, dass die Quote nicht mehr nur mit einer Kannbestimmung – d.h. mehr oder weniger freiwillig – sondern mit einer Mussbestimmung ausgestattet wird. Also statt Freigegenstand ein Pflichtgegenstand. Ich für meinen Teil – und ich denke, da spreche ich auch für die gesamte SPÖ-Frauenorganisation – werde bis zum Parteitag im Juni unermüdlich werben und den Vorschlag, mit den Mitgliedern der Partei diskutieren. Ich bin zuversichtlich, dass es dann am Parteitag eine deutliche Zustimmung dafür geben wird.
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Gabriele Heinisch-Hosek
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