...so hat er ausgesehen, mein erster computer. mit dem commodore 128d hab ich gespielt, am bildschirm rumspringende bälle in basic programmiert und - vor allem - disketten gewechselt.... mit 128 kilobytes speicherkapazität war das ding (bis amiga und atari die schöne commodore-welt verstört haben) das maß aller dinge.
im aktuellen magazin der ma14 (das ist die IKT-abteilung der stadt) findet sich ein artikel über speicherdimensionen, der wirklich anschaulich zeigt, was technischer fortschritt auch ist - deshalb hier ein paar von meinen erkenntissen bei der lektüre: mit den 128 kb meines c128d hab ich immerhin das 32fache an speicher in meinem zimmer stehen gehabt als der apollo-bordcomputer für die mondflüge der 60er und 70er. der hatte unglaubliche 4 kb hauptspeicher.
terabyte-festplatten, wie sie heute überall relativ leistbar zu kaufen sind, waren aus der sicht der absoluten spitzentechnologie voriger jahrzehnte mehr als undenkbar. das gesamte internet hatte 2003 eine dimension von 532.897 terabytes (das sind übrigens über 500 petabytes), jährlich werden 3,5 petabytes an emails verschickt, und die gesamtheit gespeicherter informationen dürfte - auch 2003 - 5 exabytes ausgemacht haben. was das alles bedeutet? here we go:
kilo/3 nullen/tausend
mega/6 nullen/millionen
giga/9 nullen/milliarden
tera/12 nullen/billionen
peta/15 nullen/billiarden
exa/18 nullen/trillionen
...irgendwie absehbar, dass die welt bald weitere griechische vorsilben brauchen wird. in ein paar jahren werden wir wohl beim computer-kauf die vorsilbe zetta (21 nullen und damit das tausendfache eines exabytes) hören. wie dann wohl die pac-man-nachfolger ausschauen werden?

Jürgen Wutzlhofer schreibt am 2008-12-12 11:56:59
war vorgestern abend beim "tag der freien medien" im fluc, organisiert vom neuen
morgen wird also die neue bundesregierung angelobt. nicht alles wird besser, aber die bisherige (verhandlungs-)arbeit werner faymanns und von seinem team war aus meiner sicht grundsolide. was auf alle fälle schön ist: die schüssel-partie ist ein ganzes stück leiser geworden in der övp, und so auch in der regierung. neben ursula plassnik nimmt martin bartenstein den hut, und mit ihm auch das letzte symbol für die missachtung der arbeitnehmerrechte unter schwarz-blau-orange: die arbeitsagenden sind wieder im sozialministerium. und das ist gut so. der schnappschuss, der aussieht wie ein türschild (auch das hätte durchaus charme...) stammt übrigens aus dem schönbrunner zoo...
how low can you go? diesen politischen limbo dance üben grad sehr fleißig die grünen: mitten in einer sitzungswoche des wiener gemeinderates und landtages und nur 3 wochen vor der nächsten regulären sitzung des gemeinderates beantragen die wiener grünen eine sondersitzung. titel: "Armut explodiert in Wien – kalte Weihnachten für tausende Familien und kleine Kinder". ein bissl tiefer gings noch - wie wärs mit: "traurige kinderaugen, abgefrorene kinderhände, nichts unter dem weihnachtsbaum. die daran und an allem schlechten in der welt schuldige wiener spö sieht herzlos dabei zu". oder "unangenehme frage an den bürgermeister: hätte das jesuskindlein im heutigen wien ein obdach gefunden?"
voila. jetzt steht die neue regierung. nach 10 fragen und anderen gspassettln hat sich die einsicht in die umsicht wohl auch bei der övp durchgesetzt, und das duo faymann-pröll konnte gestern abend die eckpfeiler der neuen regierung präsentieren. nun, ich erinnere mich: bei der regierungserklärung gusenbauer-molterer war ich in einem eingeschneiten landgasthof kaserniert (um meine diplomarbeit zu schreiben....) und beobachtete das treiben allein in meinem zimmer. und meine empfindung dabei war offengestanden: empörung. ich hab die ministerienaufteilung arg gefunden, besonders schockiert war ich aber damals über den offenkundig großen spalt zwischen manchen wahlkampf-forderungen und ergebnissen der verhandlungen. mir war damals schon klar, dass mit der schüssel-övp schlicht und einfach nichts anderes drin war (letztlich hat sie selbst dafür bezahlt...), trotzdem machte mich die tatsache, dass alfred gusenbauer genau das als gemeinsamen erfolg bezeichnete und nicht als einzig mögliches ergebnis, schon ziemlich fertig.