...nach wurst- und käsesemmel richten, lunchpakete für die wahlbeisitzer in die wahllokale bringen und lagebesprechung in der bezirkspartei im baumgartner casino hab ich endlich zeit gehabt, in meinem wahllokal in der diesterweggasse meine stimme abzugeben. was mich selbst betrifft, verzichte ich gern auf das wahlgeheimnis: es war eine stimme für ein soziales österreich, und damit für die spö! jetzt bleibt nur mehr nervöses abwarten....
gestern bei der wahlkampfabschlusskundgebung haben mehr als 2000 leute eindrucksvoll gezeigt, wofür sie in den letzten wochen aufgestanden sind und gekämpft haben: dass die spö stärkste partei wird und ohne sich ohne sie keine regierung bilden lassen kann. nur so ist schwarz-blau unter kanzler molterer verhinderbar. also: bis zur letzten minute mobilisieren, mobilisieren, mobilisieren!
jahuu! vier und ein halb punkte von fünf: das ist schon eine (mutmaßlich) schöne bilanz für die heutige nationalratssitzung (ist ja noch im gange). für mich am schönsten ist, dass es die spö nun endlich geschafft hat, die studiengebühren abzuschaffen. unglaublich, wie die övp mit zähnen und klauen verteidigen will, was sie "geschaffen" haben: dass es von der dicke des geldbörsels abhängig sein soll, ob studiert werden kann oder nicht. auch die kritik der rektorenkonferenz ist ein offenbahrungseid. obwohl klar ist (weil auch heute beschlossen), dass der einnahmenentfall für die unis natürlich ersetzt wird, beginnt bereits die melancholische studienplatzbeschränkungs-seligkeit der uni-oberen. schön, dass sie sich nicht durchgesetzt haben!
ok, ich weiß - langsam aber sicher laufe ich gefahr, nur mehr über die övp zu bloggen. aber es muss heute wieder sein. erstens mal sagt das bild zum ursprung der tollen "es reicht"-idee willi molterers ja alles. zweitens möchte ich den geschätzten leserInnen mitteilen, wie sehr mir die selbstinszenierung der övp als partei, die sicherheit gibt, wort hält und ernsthaft-unpopulistische politik macht am nerv geht. abgesehen davon, dass die "es reicht"-truppe mal aufhören könnte, permanent neuwahlen vom zaun zu brechen, nur weil vielleicht grad die "uns-gehört-österreich-und-deshalb-teilen-wir-es-uns-auf"-praxis ins stocken gerät: auch nicht von schlechten eltern ist das wording sozialdemokratInnen gegenüber (auf alle fälle ist es weder "seriös" noch "unpopulistisch". wer sich die heutige OTS-aussendung vom wiener ÖVP-stadtrat norbert walter zu gemüte führt, hat die tagesdosis an untergriffigkeit, schäbigkeit und brutalität mehrfach konsumiert. here we go:
OTS0181 5 II 0239 NVW0002 Fr, 19.Sep 2008
ÖVP/Wien/Umwelt/Sima/Walter
VP-Walter: "Unqualifizierte Äußerungen Simas"
Utl.: Stadträtin soll vor der eigenen Türe kehren =
Wien (OTS) - "Die ehemalige Umweltaktivistin und nunmehrige Eigen-PR-Agentin Ulrike Sima versteigt sich zu Aussagen über Umweltpolitik. Daran merkt man: Es ist Wahlkampf, die Zeit der fokussierten Unintelligenz." So kommentiert der Landesgeschäftsführer der ÖVP Wien, Stadtrat Norbert Walter, die dürftigen Wortmeldungen der Pseudo-Umweltstadträtin.
"Sima hat es nicht einmal geschafft, in dieser Stadt vernünftige Umweltpolitik zu machen. Daher ist sie sicher nicht qualifiziert, Aussagen über die Bundesebene zu treffen und als große Zeugnisverteilerin aufzutreten. Während es Sima bestenfalls zusammengebracht hat, fehlerfrei aus Zeitungen heraus zu lächeln, macht Minister Pröll Umweltpolitik, die diesen Namen auch verdient. Die Stadträtin soll daher gefälligst vor der eigenen Türe kehren, damit hätte sie genug zu tun", verweist Walter etwa auf die Versäumnisse in Sachen Förderung alternativer Fahrzeugantriebe, Solaranlagen oder erneuerbarer Energieträger.
Sima hat es auch nicht zustande gebracht, aus der Fernwärme Wien ein kundenfreundliches Unternehmen zu machen, sondern führt dieses weiterhin als Abzocker-Unternehmen. Von permanenten Überschreitungen der Luftmesswerte oder den nicht erreichten Zielen in Sachen Wärmedämmung gar nicht zu sprechen.
"Die Wiener Stadt-Landwirtschaft als großstädtischer Nahversorger funktioniert nicht wegen der Umweltstadträtin, sondern trotz dieser. Daher wissen auch alle Wiener Gärtner, Winzer und Landwirte, bei wem Landwirtschafts- und Umweltagenden in den besten Händen sind: Bei der ÖVP und Minister Josef Pröll", so Walter.
...so. und weil man's in der völligen verrücktheit der argumentation gar nicht oft genug wiederholen kann, molterers intellektuelle höchstleistung, die positionierung der ÖVP gegenüber homosexuellen zu schildern, zum immer-wieder-hören: