gestern war ein sehr symbolkräftiger tag. AHS-lehrerstreik. nun werden in der ÖVP alle register gezogen, um auch nur die kleinste positive veränderung im bildungssystem zu verhindern. nach einem jahr "perspektivengruppen"-arbeit ein wirkliches signal an die zukunft.
obwohl es mittlerweile mehr studien als sand am meer gibt, die bestätigen, dass eine gemeinsame schule der Kinder bis 14 zu besseren ergebnissen führt als das jetzige österreichische system, wird weiterhin fest dagegen angekämpft. die AHS-lehrer-von schwarzen Gewerkschaftern aufgestachelt – machen mit unwahrheiten und panikmache deutlich, dass es für sie bei einer gemeinsamen schule etwas zu verlieren gebe. abgesehen davon, dass es schön wäre, wenn sich bei der ÖVP auch mal einer um die schülerinnen und schüler gedanken machen würde, sind diese sorgen völlig unbegründet: niemand muss, der nicht will. und mit dem vorliegenden gesetzesentwurf soll lediglich rechtsicherheit geschaffen werden!
"Wir wären doch Narren, wenn wir Versuche für eine gemeinsame Schule verhindern würden", hat wirtschaftskammer-chef christoph leitl betont. na klar - alle internationalen studien zeigen, dass das der richtige weg ist. auch kein gutes zeugnis für die betonierer in der övp.
aber a propos betonierer, ich kanns mir nicht verkneifen: soll auch vorkommen, dass sich ein paar verirrte SP-AHS-gewerkschafter dem ÖVP-streik angeschlossen haben. das ist übel, sehr übel. und es ist: klientelpolitik, mutwillige desavouierung einer ministerin, die seit jahrzehnten erstmals wieder positive schritte setzt, panikmache und aufhetzen von eltern, und daher mehr als abzulehnen. da kann es keinen unterschied geben.
passend zum thema: www.nixneues.at - auf dieser site kann man sich alle retro-perspektiven der övp reinziehen. zukunft, auf wiederschauen!
Link: http://www.wutzlhofer.net

Jürgen Wutzlhofer schreibt am 2007-10-05 08:56:38
gestern war ich bei der von radio fro veranstalteten konferenz
... unter diesem motto findet vom 21. - 23.
bloggen ist ja so eine sache. ein probates mittel zur kommunikation eigener meinungen und erfahrungen und damit persönlich, durch die zielgruppe (alle?) sehr öffentlich und durch die kleine, aber feine (in meinem fall zum glück sogar recht ansehnliche...) anzahl an öfter-leserInnen wiederum sehr spezifisch.
bei der heutigen sitzung des wiener gemeinderates bringe ich einen antrag ein, der die bundesregierung zur ausarbeitung einer neuen medienförderung auffordert.